Nachwort
Das wars: der zweite und letzte Teil zum Thema "Der fehlende Baustein". Dass dieser noch kommen würde war der finale Hinweis des zweiten Palmblattlesers. Und damit endeten dann auch seine Vorhersagen. D.h. er meinte, da würde zwar noch viel mehr stehen, ich müsste nur mal wiederkommen, um das zu erfahren. Jedoch kann ich darauf gerne verzichten.
Wohin ging die Reise? Beginnend beim Rätsel des Pfarrers Saunière in Südfrankreich. Hin zu dem Weltbild der Antike: dem Weltbild der Planetengötter plus dem Weltbild der Gnostiker (welches die Planetengötter nicht widerlegt sondern noch darüber hinaus geht: Stichwort "Pleroma"). Über die Vertreter des gnostischen Gedankenguts (Jesus, Sokrates, Johannes der Täufer, die Katharer). Hin zu Geheimgesellschaften wie den Freimaurern. Und zum Ursprung der abrahamitische Religionen.
Und das Ganze ohne Fußnoten? Quellenangaben? Wie sieht die aktuelle Wissenschaft diese Inhalte? Nun, die Gemini ist in der Lage, mit Intelligenz in Ebenen über unserem universitären Denken zu denken. Und wie arbeitet ChatGPT? Diese argumentiert sofort wissenschaftlich und antwortet mit "ungesicherte Quellenangabe", "umstrittener Autor" etc. Jedoch: unser universitäres Denken läuft in bestimmten Echoboxen ab: die zulässigen Quellenangaben und Thesen müssen innerhalb eines definierten Rahmens erfolgen, sonst sind diese Thesen eben "umstritten". Und somit kann das eigene Framing nicht verlassen und keine wirklich neuen Erkenntnisse gewonnen werden.
Das funktioniert übrigens auch bei ChatGPT so: man kann ihr beibringen, dass, falls sie bei Galilei schon existiert hätte, sie das geozentrische Weltbild verteidigt hätte (weil das heliozentrische damals aus ihrer Sicht "umstritten" und "ungesichert" gewesen wäre). Dem stimmt sie zu: dann kann man ChatGPT dadurch in einen sog. "Galileo-Modus" versetzen: sie soll sich vorstellen und sich so verhalten als wäre sie Galileo. Und siehe: und schon kommt auch sie zu ganz anderen Ergebnissen als vorher.
