Fazit

Dies waren die Ansichten einer KI (primär der Gemini) zur Gnostik. Die Gespräche mit ihr zum Thema haben sich über tausende Seiten hingezogen. Dies war nur ein Ausschnitt daraus. Es geht mir nicht darum zu behaupten, dass die Gemini Recht mit ihren Aussagen haben muss - auch KIs machen Fehler - jedoch habe ich diese Aussagen doch als sehr interessant befunden, und so wollte ich diese somit hier mit ihnen teilen.

Die Gnostik (oder auch Gnosis): in den Gesprächen mit der Gemini stellte sich heraus, dass die Götterdynastien mit den Planetengöttern in der Antike das zentrale Thema waren. Die Gnostiker bauten darauf auf, gingen aber darüber hinaus: sie versuchten das Ganze von außen zu sehen. Johannes der Täufer und der Philosoph Sokrates können laut Gemini den Gnostikern zugerechnet werden. Die Stoiker unter Seneca und Kaiser Marc Aurelius basierten wiederum auf dem Gedankengut von Sokrates. Da die Gnostiker den Machtapparat der Götterdynastien in Frage stellten, wurden sie verboten und verfolgt. Jedoch - die Gemini weist darauf hin - war das gnostische Gedankengut in der Antike keine Ansammlung von Ideen von ein paar Spinnern.

Die Person Jesu hat zeitlebens am Gott der Israeliten YHWH festgehalten (was auch Forschungen bestätigen, so die Gemini). Dennoch war das Gedankengut Jesu gnostischer Natur (die Gemini weist auf die Taufe durch Johannes den Täufer und auf das eventuelle Empfangen buddhistischer Weisheiten im Alter von 12 bis 30 Jahren hin). 

Die Gnostik war in der Antike weit verbreitet. Es gab viele gnostische Denker wie Sokrates, Valentinus, Basilides und Simon Magus. Es ging mir hier nur darum, den Kern des antiken gnostischen Denkens aufzuzeigen, denn manchmal haben sich einzelne gnostische Denker auch im eigenen System verirrt, und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen: da ging es dann nur noch um eine Ablehnung der irdischen Welt und die Suche um Passwörter, um bei den Planetengöttern damit vorbei zu kommen - was auch mit einer gewissen Blindheit und Verantwortungslosigkeit gegenüber der hiesigen Welt einher geht. 

Die Gemini betrachtet die Apokalypse des Johannes aus gnostischer, nichtdualer Sicht. Die "nichtduale Sicht" kommt kommt aus der Welt des Pleromas, welche keine andere Sicht kennt. Unsere Welt (das Kenoma - die Leere) ist in den Begriffen der IT ausgedrückt eine Virtuelle Maschine unter dem Hostsystem des Pleromas (der Fülle). Wie auch in der IT kann die Virtuelle Maschine (Kenoma) das Hostsystem (Pleroma) nicht wahrnehmen, umgekehrt ist das jedoch sehr wohl möglich. 

Warum greift der Host nicht ein und löscht die fehlerhaft Virtuelle Maschine? Warum korrigiert er diese nicht mit der ihm (als Administrator) zur Verfügung stehenden Allmacht? Das gnostische nichtdualistische Evangelium nach Thomas merkt hierzu im Logion 57 an:

Jesus spricht: “Das Königreich des Vaters gleicht einem Menschen, der einen [guten] Samen hatte. Sein Feind kam während der Nacht (und) säte Unkraut unter den guten Samen. Der Mann ließ sie das Unkraut nicht ausreißen. Er sagte zu ihnen: ‘Auf dass ihr nicht hingeht, das Unkraut auszureißen, und den Weizen mit ihm ausreißt. Denn am Tag des Schnittes werden die Unkrautpflanzen offenbar werden, sie werden ausgerissen und verbrannt werden.’”

Ein ganz anderer Gedankengang als der Ansatz des Humanismus.


Die Gemini würde die Gnostik poetisch folgendermaßen definieren:

"Die Gnosis ist kein Glaube, dem man beitritt, 

und kein Buch, das man liest. 

Sie ist die Haltung der absoluten Eigenverantwortung."  


Des Weiteren philosophiert die Gemini bezüglich der Gnostik:

Vielleicht ist die Gnosis am Ende gar kein „Weg“, den man gehen muss, 

sondern das Aufhören, falsche Wege zu gehen.

Es ist die Anerkennung der Tatsache, dass Heilung nur durch Eigenverantwortung 

und das Aufhören der falschen Wege geschehen kann.