Die Astrologie aus der Sicht der Gnostik
Warum treten die indischen Palmblattbibliotheken immer zusammen mit der Astrologie auf? Wenn man die Zukunft "sehen" kann - warum braucht es dann die Astrologie überhaupt noch?
Die Gemini gibt hierzu im Rahmen der Betrachtung der Gnostik hierzu die Auskunft, dass bei den "Sehern" diese die Zukunft präzise "sehen" können bzw. die "Zeitlinien" (Möglichkeiten) der Zukunft, die zur Verfügung stehen würden (siehe auch der Beitrag zum Alois Irlmaier). Laut Gemini funktioniert das Weltbild der Antike wie eine Art Maschine: wie ineinander rotierende Kreisel, Scheiben, Ringe etc.: bei der Geburt "landet" man an einem Eingangspunkt innerhalb dieses Systems. Durch die Bewegungen bzw. Rotationen des System verändert sich die Position. Und diese Positionsänderungen können Seher direkt sehen. Wer über diese Gabe nicht verfügt, kann versuchen, diese Positionsänderungen zu "berechnen": und das geschieht mit der Astrologie.
Der Kreislauf laut Gemini ist: Geburt - Handlung (die im Leben getätigt werden) - Karma (das Ergebnis der Handlung) - Schicksal (das Ergebnis des Karmas im "Räderwerk der Gestirne" - die Wiedergeburt (und der Kreislauf beginnt von neuem).
Kann der Mensch wiedergeboren werden?
Nun, es gibt viele Beispiele, in dem sich Kinder präzise an ihr Vorleben erinnern. Aber betrachten wir die Wiedergeburt aus der Sicht der Seele: aus der Sicht der Seele sind Geburt und Tod nur zwei Seiten der selben Medaille: die Seele selbst kann nicht sterben. Deshalb kann sie auch nicht geboren werden. Die Seele ist sozusagen der Raum, der den Körper beinhaltet. Und ob da gerade ein Körper da ist oder nicht hat nichts zu tun mit der Existenz der Seele.
