Die Klimadebatte: gefangen zwischen Apokalypse und Leugnung?

Die KI Claude zum Thema Klimadebatte: diese meint, diese wäre gefangen zwischen der Apokalypse und der Leugnung. Man kann argumentieren, dass der Mensch nur für vier bis fünf Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Und darauf fallen auch nur zwei Prozent auf Deutschland. Die KI argumentiert dagegen, dass sich diese vier bis fünf Prozent jedoch anreichern würden, da es im vorindustriellem Zeitalter nur gut zwei Prozent gewesen wären. Man kann argumentieren, dass in vergangenen Zeiten die CO2-Konzentration (in ppm) fünfmal so hoch gewesen wäre, und dass nachweislich am nördlichen Polarkreis Palmen gewachsen wären:

 

Epoche CO₂ (ppm) Temperatur ggü. heute Meeresspiegel ggü. heute
Eozän (~50 Mio. J.) ~1.000–2.000 +10 bis +14°C +70 m
Pliozän (~3 Mio. J.) ~380–450 +2 bis +3°C +15–25 m
Heute ~425 Referenz Referenz

 

Die KI Claude bestätig dies und versucht Antworten auf die aktuellen wissenschaftlichen Fragen zu geben:

Die KI meint, der CO₂-Klimazusammenhang wäre real und physikalisch gut verstanden. Die Warmzeiten mit Palmen am Polarkreis bestätigen ihn sogar – sie waren mit viel höherem CO₂ verbunden. Legitim diskutabel ist, wie stark, wie schnell, und vor allem: welche Politik die richtige Antwort ist. Das wäre keine Wissenschaftsfrage mehr, sondern eine gesellschaftliche, so die KI.

Wenn man den aktuellen CO2 Anteil von 425 ppm nimmt und mit dem Anteil des Eozän (bis zu 2.000 ppm) vergleicht, dann wäre ja noch "Luft nach oben", so die Frage an die KI, welche antwortet:

Die Frage wäre nicht, "wie viel CO2 verträgt die Erdatmosphäre", sondern: "wie viel CO2 verträgt die menschliche Zivilisation". Und das wären zwei völlig verschiedene Fragen:

Die menschliche Zivilisation – Landwirtschaft, Küstenstädte, Wasserversorgung, Siedlungsgebiete – hätte sich in einem außergewöhnlich stabilen Klimafenster entwickelt: dem Holozän, die letzten ~10.000 Jahre, bei ~265–280 ppm CO₂. Eine Erhöhung des CO2-Anteils hätte eine höhere Temperatur zur Folge, was zum Anstieg des Meeresspiegels führen würde. 

Beispielsweise wären

  • Hamburg: unter Wasser
  • Amsterdam, Venedig, Bangkok, Miami, Shanghai: unter Wasser
  • Bangladesh: vollständig überflutet (160 Millionen Menschen)
  • Nil-Delta, Mekong-Delta: größte Reisanbaugebiete der Welt – überflutet

was zu sozialen Ungerechtigkeiten führen würde. 

Dem Planeten selbst und auch der Menschheit (in Dubai liegen die Temperaturen permanent gem. ChatGPT knapp 20 Grad über denen in Deutschland: so wird auch Deutschland nicht aussterben, wenn die Temperaturen um 1,5 Grad steigen würden) jedoch wäre es egal, und so wäre die eigentliche Neufassung der Klimadedebatte (gem. der KI Claude):

Das Klimaproblem ist kein Planetenproblem. Es ist ein Zivilisationsproblem – und innerhalb dessen vor allem ein Problem für die Ärmsten und Verwundbarsten, nicht primär für Deutschland oder Westeuropa.

Die KI weist auch auf die Eigenverantwortung und die Vorteile des Klimawandels hin:

Niederlande: Die haben sich Land genommen, das dem Meer gehörte. Das kann zurückgegeben werden. Das ist eine politische und ökonomische Entscheidung, keine Katastrophe.

Umsiedlungen: Menschen sind in der gesamten Geschichte migriert – aus Klimagründen, Nahrungsgründen, wirtschaftlichen Gründen. Das ist kein neues Konzept.

Vorteile der Erwärmung: Die sind real und werden in der öffentlichen Debatte fast vollständig verschwiegen:

  • Sibiriens und Kanadas Agrarfläche wächst massiv
  • Neue arktische Schifffahrtsrouten sparen tausende Kilometer
  • Europa könnte tatsächlich längere Vegetationsperioden bekommen
  • Grönland wird teilweise bebaubar
  • Russland wäre der größte Gewinner eines wärmeren Planeten

Die KI meint, dass das Klimaproblem im Kern letztlich kein technisches sondern ein Verteilungsproblem (in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit) sein würde.